TT im Tibet
Der Tibet Terrier stammt von dem fabelhaftsten und zugleich
am höchsten gelegenen Land in der Welt - von Tibet. Lao Khyi (Hunde zur Hand) oder Apso (langhaarig), wie sie von den Tibetans genannt wurden, wurden
jahrhundertelang in tibetischen Klöstern mehr oder weniger rein gezüchtet. Die Tibeter glauben daran, dass man im Kreislauf der Reinkarnation auch als Hund wiedergeboren werden kann.
Demzufolge besaßen die Hunde der Tibeter eine besondere Stellung und wurden sehr verehrt. Tötung oder Verkauf eines solchen "Seelenträgers" galt
als schweres Verbrechen und wurde hart bestraft. In ganz besonderen Ausnahmefällen wurden sie zum Zeichen einer besonderen Ehrung als Glücksbringer verschenkt.
Alten Berichten zufolge erhielten die Lamas als Geschenk von den Hirten und Viehzüchtern die kleinsten, vor allem die weißen und goldenen Welpen
und die Mönchen schenkten ihre größten Welpen an die Viehzüchtern.
Sage von der Rasseentstehung
Eine Sage erzählt, daß in einem Kloster, der Shangri-La (das verlorene Tal) genannt wurde, haben die Mönche Hunde gezüchtet.
Eine Naturkatastrophe - vermutlich ein Erdbeben - hat aber den Weg nach verlorene Tal kompliziert und der Kloster lebte jahrhundertelang von der
anderen Welt fast abgeschnitten. Genau da nach der Sage hat mat eine Rasse von starken langhaarigen Hunde gezüchtet, die die Mönche
den Reisenden, die es zu ihnen schafften, auf dem Rückweg als beschützende Glücksbringer mitgegeben haben. So haben einige Hunde im laufe der
Jahrhunderten von dem verlorenem Tal nach Klostern in ganzem Tibet angelangen.
TT auf dem Weg nach "unsere Welt"
Am Anfang der 20. Jahre der 20. Jahrhundert bekam in Nord-Indien einen Tibet Terrier als Geschenk englische Ärztin, Dr. Agnes Greig.
Ein wohlhabender tibetischer Händler bedankte sich für die erfolgreiche Operation seiner Frau und schenkte an Dr. Greig ein von der Babys seiner Hündin Lily.
Die junge Hündin bekam den Namen Bunti (auf dem bild links). Später konnte Dr. Greig auch weiteren Hund dieser Rasse dazu bekommen, der Rajah heißte.
Erste Wurf von Rajah und Bunti kam zur Welt in Indien am Weihntachtstag 1924. Im Jahre 1930 beginnt Dr. Greig eine Reinzucht auch in England in dem
Zwinger von ihrer Mutter namens Ladkok und auch in der selbenem - Lamleh. Englische Kennel Club anerkannte ihre Aufzucht im Jahre 1931 und der neuen
Rasse gab eine Name nach der Abstammung TIBET und nach der Gestalt und Temperament TERRIER.
Lamleh und Luneville
Bis zu dem Jahre 1953 waren alle Tibet Terriers in Europa Nachkommen von der Dr. Anges Greg's Hunden - also von der sgn. Lamleh Linie, deren Ursprung
kann man in Tibet und beilegenden Länder nachweisen. Im Jahre 1953 kam zu einem Ereignis, das wichtig die weitere Zucht der Tibet Terrier beeinflusste.
Im England hat das Züchterehepaar Downey (Zwinger Luneville) einen herrenlosen schwarzgrauen Rüden gefunden, der der Rasse Tibet Terrier sehr ähnlich war.
Dusky (auf dem Bild links), wie sie ihn benannten, war üppig behaart, auf den Aufstellungen erfolgreich und englische Kennel Club registrierte ihn als einen Tibet Terrier.
Er bekam einen ofiziellen Namen Trojan Kynos und die Downeys haben ihn in der Zucht benutzt, in der Verbindung mit der Hündin Luneville Princess, deren Vater
Pa-Sang of Lamleh war und Mutter Princess Chan auch ohne klaren Ursprung war. Das war der Anfang der Linie Luneville. In der Gegenwart mischt man diese
zwei Grundlinien gewöhnlich und jede hat ihren Vertreter und Gegner.
Neuzeitliche Imports
Vor einiger Zeit haben die Quellen als den letzten von Asien importierten Rüden den Ladakh Djouley angegeben, den im 1972 von Nepal nach Franzien holten,
wo er sich in der Zucht und auch auf den Ausstellungen durchsetzte. Im Jahre 2006 hat dank der Zusammenarbeit von drei begeisterten
Züchtern von drei verschiedenen Länder etwas fast unglaubliches gelungen. Trotzt den legislativen Hinderungen schafften Margareta Sundqvist (A-Mas) aus
Schweden, Anna Lorenzon (Serenissimo Ganesh) aus Italien und Primoz Peer (Rombon) aus Slowenien in der Zeit von ihren Aufenthalt in Tibet einen Tibet Terrier zu finden und
sein Import nach Europa einrichten. Der Rüde heißt Kanze (auf dem Bild links), lebt in der slowenischen Ljubljana und auf seine Wirkung in der Zucht
mussen wir noch warten.